Weil mir dieses Thema heute zwei Mal über den Weg gelaufen ist, schreibe ich einen Blog-Eintrag dazu. Zuerst habe ich auf ARTE (mein neuer Lieblingssender) einen kurzen Beitrag in “Absolut” gesehen, der die Tätigkeiten einer Gruppe, die sich aktiv gegen rechtsradikale Gewalt in Berlin richtet, auch an Schulen geht und sich mit Interessierten trifft und somit ‘Öffentlichkeitsarbeit’ leistet. Meiner Meinung nach der Weg etwas zu verändern, denn die öffentlichen Einrichtungen (sprich Polizei,…) scheinen ja nicht wirklich etwas dagegen zu tun bzw. sind mit der Situation auch komplett überfordert (siehe vor 2 Jahren in Wien, wie ein Haufen Neonazis durch die Straßen gelaufen sind und ihre - rechtsradikalen - Parolen geschrien haben, die eindeutig gegen das Wiederbetätigungsverbot verstoßen haben; die Polizei stand übrigens daneben und tat nichts). Eine Aussage verwunderte mich allerdings sehr: Ablehnung des US-Amerikanischen Imperialismus wird von dieser Gruppe, deren Ziele ich sonst voll und ganz befürworte, auch als Form des Rechtsradikalismuses angesehen. Diese Ansicht kann ich überhaupt nicht teilen, ich finde, dass das, was wir als “Antiamerikanismus” bezeichnen ausschließlich gegen George W Bush und Teile seiner Regierung gerichtet ist und nicht gegen Amerika und seine Bürger im Allgemeinen.
Der zweite Teil war gerade in den Nachrichten über eine OSZE Konferenz in Berlin zum Thema “Antisemitismus”. Auch hier stellt sich für mich ein getrenntes Bild: einerseits der wirklich Antisemitismus, andererseits die Ablehnung der Diskreminierung der Palästinenser durch Teile der Israelischen Regierung (”Mauerbau”), wohlgemerkt nicht gegen das Israelische Volk.
Für mich ist dies ein sehr wichtiges wie interessantes Thema, nicht zuletzt nach bewegenden Momenten wie bei Letter To The Stars in Wien am Heldenplatz.
