May 2004

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American Polaroids “Polaroids from the Dead”, so der englische Originaltitel, ist eine Sammlung von Geschichten meine Lieblingsautors Douglas Coupland. Das Buch ist in drei Kapitel unterteilt, die die 80er und 90er unter verschiedenen Blickwinkeln zeigen, aber doch eine sehr enge Verbindung miteinander haben. Kapitel eins und drei werde ich hier nicht näher behandeln, da sie für mich weitaus unspektakulärer sind als der Mittelteil, den ich wirklich für die bis dahin besten Zeilen von Coupland halte.

bq. Wenn ich Menschen treffe, stelle ich sie mir in einer Welt der Dunkelheit vor. Die einzigen Lichter, die zählen, sind die Sonne, Kerzen, der Kamin und das Licht in deinem Inneren, und wenn ich dir manchmal seltsam vorkomme, liegt das nur daran, dass ich den Strom abschalte und versuche, uns beiden zu helfen, versuche, dich und mich als die Menschen zu sehen, die wir wirklich sind.

Für mich eine Form moderner Romantik (ich will hier nicht das Wort “Geek” einbringen, denn das würde es in ein falsches Licht rücken). Douglas Coupland ist f+r mich als Schriftsteller soetwas, wie Radiohead als Band und Bill Henson als Fotograf. Er fängt sein Zeitgeschehen auf, idealisiert es nicht, sondern gibt es so wieder, wie es ist. Und das auf eine so schöne Weise, dass einem nicht selten der Schauer den Rücken hinunterläuft.

Die kurzen Geschichten behandeln schlichte Alltagsthemen. Sie handeln von toten Persönlichkeiten, erzählen ganz gewöhnliche Stories oder bieten Schicksale dar. Wie etwa das, eines Brückenspringers in Toronto, der aber von dem Saxophon eines Lokalbesitzers von seiner geplanten Tat abgelenkt wird. Man kann die Atmosphäre, den Geruch der Luft, die Wärme der Umgebung, wahrhaftig spüren, wenn man Coupland’s Bücher liest und fühlt sich einfach mitgenommen.

Als verantwortungsbewusster Mensch habe ich natürlich den Indexdienst von Windows XP deaktiviert (wer will schon unnütig Ressourcen verbrennen?). Wenn man jetzt aber mal die Windows-Suche verwenden möchte (dazu gleich später), wird man sich kräftig wundern: Man findet wirklich nichts. Außer, der gesuchte Dateiname steht 1 zu 1 so da, wie man ihn haben will.

Und woran liegt das (nachzulesen in einem MS-Artikel)? Windows sucht nur nach den Dateien, die auch für eine Suche eingetragen sind. Und um diese Eigenschaft zu ändern, darf man das händisch in der Registery tun. Aber nicht einmal, ala ., nein, für jeden Dateityp sollte man dies tun. Also schnell wieder diese Idee verworfen und händisch die Verzeichnisse durchsucht.

Und warum ich mir das alles antue? Weil ich den Internet Information Server nachinstallieren wollte (verzeiht mir bitte diesen Fehler). WinXp Installations-CD eingelegt, Komponenten ausgewählt und auf “Weiter” geklickt. “Bitte legen Sie die WinXP SP1 CD ein”. SP1? Ja, installiert ist es. Also die CD herausgekramt und eingelegt. Selbe Meldung noch mal. Super. Also Dateien herausschreiben und danach suchen (ich versteh es, wenn ihr über mich lacht). Nach einigen unmotivierten Versuchen, die Meldungen wegzuklicken, hab ich einfach irgendwelche Dateien hergegeben, XP war damit glücklich.

Ich aber nicht, als ich merkte, dass Wordpad plötzlich nicht mehr da war. Also den letzten, halbwegs aktuellen, Wiederherstellungspunkt gesucht und schon war alles vergessen. Bis auf die Suche, die funktioniert nämlich noch immer nicht.

Für alle, die vorhaben, in nächster Zeit ihre Seite auf HTML umzustellen, hier ein wirklich nützlicher Link: The CSS Box Model Hierarchy von John Hicks. Sein Diagramm veranschaulicht die Zusammenhänge zwischen margin und padding, somit füllt die elendigliche Probiererei weg.

Ein weiterer Artikel, den ich hier noch ansprechen will, behandelt sich mit dem Erzeugen von Farbpaletten: Creating colour palettes von Andy Clarke. Er stellt darin eine sehr einfache Methode zur Verfügung, Abstufungen von Farben zu erzeugen und somit ein einheitliches Farbbild einer Webseite zu erlangen.

< img src=”http://www.stopbeingcarbon.com/archives/images/norahjones.jpg” width=”111″ height=”167″ alt=”Norah Jones” class=”postimage” /> …und ich war dabei! Und für alle Kritiker sei hier gesagt: Ihre Stimme ist live noch besser als im Studio, die Band war wirklich beinahe phantastisch und es wurde nicht 1:1 vom Album gespielt. Soll heisen, Gitarre war vermehrt vertreten, Schlagzeug(soli) waren ebenfalls genial. Mir hätte ein Konzert in einem bisschen kleineren Rahmen allerdings noch besser gefallen, da dort ihre Songs, die doch nach einem gewissen Ambiente verlangen, noch besser zur Geltung kommen würden.

Einige Worte noch zur Location generell (Vienna International Center), wie Norah selber gesagt hat: ein bisschen komisch sieht’s dort schon aus. Der Sall ist relativ weitläufig und in 3 verschiedene Sektoren unterteilt, wobei die beiden hintersten leicht erhöht und versetzt sind.

Nichtsdestotrotz (und in Hoffnung, dass sie nochmal kommt): Ich bin wieder dabei!

Nachdem ich in den letzten Wochen (mühsam!) endlich meine Website fertig gestaltet habe, hat mich direkt aus heiterem Himmel ein Blumentopf getroffen. Und der hatte als Etikett ‘Movabletype v3.0 Licensing System’ aufgedruckt. Natürlich gibt es noch eine Free-Edition (oh, danke), der Haken an der Sache: maximal 3 Weblogs und ein Autor. Hm, doch ein bisschen wenig. Und die billigste Lizenz schlägt mit 69.95$ zu Buche (eigentlich wollte ich mir ja eine Digitalkamera kaufen, oder?).

Somit bleibt mir wohl nichts anderes übrig, einstweilen bei Version 2.661 zu bleiben und mich schon mal nach Alternativen umzusehen. Und Sixapart würde ich raten: denkt mal darüber nach, was mit Ikonboard passiert ist. Die haben auch ein kostenpflichtiges Modell eingeführt und, schwupps, waren ein Haufen Programmierer weg (die jetzt übrigens Invisionboard programmieren) und das Unternehmen war dem Abgrund näher als dem Himmel.

So, unsere Einführungsstunde in “Warum mag mich keiner” hätten wir hiermit beendet, und meine Ration Zynismus wäre für die nächste Woche auch aufgebraucht.

Das erste, was im Krieg stirbt, ist die Wahrheit.

Dieser Aussprich trifft wieder einmal zu. Nachdem der Folter-Skandal einen Teil der Amerikaner wachrüttelt, wurde jetzt ein US-Bürger von irakischen Rebellen geköpft. Natürlich ist dies zu verurteilen, genau so wie jedes Verbrechen (und hierzu zählt auch Folter), allerdings kann ich die jetzige Empörung der Amerikaner nicht ganz verstehen. Was erwarten sie sich denn?

Bush hat zu Beginn des Krieges gesagt, er will Saddam Hussein stürzen, um einen Angriff des Iraks mit Massenvernichtungswaffen zu verhindern. Waffen wurden keine gefunden, also ging man zu Plan B über: den Irak zu demokratisieren. Also lud man ein paar andere Länder ein (nein, nicht die Briten, die waren schon vorher mit von der Partie) und folterte ein paar Irakis in Gefängnissen. Falscher Weg, Mr Bush, ganz falsch. Eigentlich wollte man nur, und das hat ein britischer Minister zugegeben, die Ölreserven im Irak und Saudi Arabien sichern. Weil Amerika fürchtet, dass bis 2010 ihre Wirtschaft weiter den Bach hinuntergeht. Alles in den USA lebt also doch nicht von Krieg.

Und was mich dann auch ein bisschen bedenklich stimmt (oder sollte ich sagen, mir doch ein gewisses Gefühl von Sicherheit verleiht), ist die Aussage einer jungen Frau, mit Kind auf dem Arm, in einer amerikanischen Kleinstadt:

Wir Amerikaner müssen endlich aufwachen: Wir leben in einem faschistischen Land.

Momentan gibt es bei uns eine mehr oder weniger große Diskussion (das kommt während dem EU-Wahlkampf sicherlich noch) über die Förderungen, die die “alte” EU für die “neue” in den nächsten Jahr zahlen muss (insgesamt 40 Mrd. Euro, 0,14 % des EU-BIP). Was viele Leute aber vergessen, ist der Marshall-Plan, der uns, mit viel Glück, nach Ende des Zweiten Weltkrieges vom Kommunistischen Osten in den Westen Europas gespielt hat, und dem wir heute eigentlich unsere Wirtschaftskraft verdanken. Dieser kostete den US-Bürger jährlich um die 360 Euro, insgesamt 37,6 Mrd. Euro pro Jahr (2,4 % des US-BIP). Wir hingegen zahlen nur 28 Euro im Jahr (Daten von Frau Univ. Prof. Irena Lipowicz, Botschafterin Polens in Österreich). Wir sollten uns im Klaren darüber sein, dass wir ohne diesen Marshall-Plan wahrscheinlich erst jetzt zur EU gekommen wären und unser Lebensstandart bei weitem nicht so hoch wäre, wie er das jetzt ist.

Die Erweiterung ist ja jetzt vollzogen, die Stunden danach vermitteln eher ein trauriges Bild: Krawalle von Globalisierungskritikern (Kritiker, nicht Gegner!) in Dublin, die bis zu einem gewissen Grad sicherlich gerechtfertigt sind und Diskussionen über eine umgeschnittene Eiche. Naja, vielleicht hätte man sich in dieser Hinsicht von den Medien ein bisschen mehr erwarten dürfen (hiermit meine ich vor allem ORF, arte haben wie immer ihr Programm angepasst). Was mich dann aber schon ein wenig verblüfft hat war, dass die lieben Herren Politiker ziemlich den gleichen Eindruck von der EU-Erweiterung haben wie ich (den ich auch bei unserer Deutsch Klausur geschildert habe): Europa ist wieder vereint und hat nach einem kriegerischen Jahrhundert wieder zueinander gefunden.

Was mich persönlich sehr interessieren würde ist, wie die Jugend, also Leute in meinem Alter, aus den neuen EU-Ländern über diese Erweiterung denkt. Und zwar nicht mit forgehaltenen TV-Kameras sondern im Privaten, am Wochenende in Lokalen und Bars. Da wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als das live zu verfolgen (wofür hab ich denn drei Monate?!).

Anbei seht ihr eines der ersten Bilder, die ich mit der neuen Blender Version gemacht habe. Ambient Occlusion habe ich noch nicht aktiviert, weil mein PC dann doch arg lange zum Rendern braucht. Ein paar Eckdaten der Szene: 31793 Vertices, 31602 Faces (das ist hauptsächlich unsere gute Suzanne) und 10 Lamps.

Suzanne

Nach einem kleinen Startproblem bei der Installation (kopiert den Ordner Anwendungsdaten/Blender Foundation/Blender/.blender ins Installationsverzeichnis) funktioniert eigentlich alles tadellos. Die neuen Texturen sind ein Wahnsinn (hier leider noch nicht verwendet) und machen richtig Spaß zum Ausprobieren. An der Yafray Integration wurde auch etwas geändert, hab mir das aber selbst noch nicht angesehen. Da ich ja zu meiner Matura Blender als Spezialthema gewählt habe (Informatik) werd ich mich in den nächsten Wochen noch intensiver damit beschäftigen und da werden sicherlich die ein oder anderen netten Bilder herausschauen.

Blender 2.33 Seit gestern steht auf den Blender-Servern eine neue Version des beliebten OpenSource 3D Programms zum Download bereit.

Neu dabei sind folgende Features:

  • Die Game-Engine ist wieder voll integriert und funktionsfähig.
  • Ambient Occlusion ist ebenfalls eingebaut worden und liefert noch realistischere Bilder.
  • 3 neue Texturtypen gibt es ebenfalls (Musgrave, Voronoi und Noise).
  • Ein neuer UV- und Image-Editor hat es ebenfalls in dieses Release geschafft und erlaubt nun leichteres Zuweisen von Texturen.

Download Seite Release Log

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