Normalerweise bin ich ja nicht so der MTV-Fan (überhaupt, ich finde Musiksender viel zu kommerziell orientiert und seit Viva Plus (RIP), habe ich sowieso keinen guten mehr gefunden), aber letzten Sonntag gab es gegen Mitternacht eine Dokumentation über MDMA, den Wirkstoff der Ecstasy-Tabletten. Dieses ‘Produkt’ wurde in den 60erb (enteckt wurde es bereits 1912) aufgrund seiner empathogenen und entaktogenen Wirkung in der Psychotherapie verwendet. Bis 1980 war es nicht illegal und fand auch seinen Einzug in die Raveszene.
Der Beitrag dokumentierte verschiedene Schicksale einiger Menschen, die MDMA selbst probiert haben und für sich gegenteilige Wirkungen gefunden haben. Beispielsweise verfolgte man den Lebensweg einer jungen Frau, deren Freund vor Jahren an Krebs gestorben war. Damals schon verwendeten sie MDMA um sich noch einmal näher zu kommen, durch seine Krankheit war das bis dahin nur schwer möglich gewesen. Und jetzt versucht diese Frau mit Ecstasy-Tabletten über den Schmerz des Verlustet hinwegzukommen.
Zu sehen war auch eine Gruppe Mitte 20er, die MDMA ebenfalls zur Entspannung nahmen. Ein Mitglied hatte in seiner Jugend starke soziale Probleme, war anderen gegenüber unaufgeschlossen und mit Ecstasy überwand er dieses Problem.
Natürlich wurde auch der negative Effekt dargestellt, die Zerstörung von Teilen des Gehirns etwa, welche sich mit Gedächtnisverlust und ähnlichem bemerkbar macht.
Nachtrag: Kann mich da noch an einen Typen erinnern, der Softwaredesigner ist. Er hat gesagt er nimmt selbst keine Drogen und braucht sie auch nicht, da er durch seine Freunde selbst “gepusht” wird. Ist doch ganz ähnlich, wenn man mit lauter “angeheiterten” unterwegs ist, da braucht man auch keinen Alkohol mehr, um so zu sein wie die anderen.
Wikipedia-Artikel MDMA