Wer es, wie ich, schon immer gewusst hat, wird sich sicherlich über die Meldung freuen, dass die NASA endlich den 10ten Planeten des Sonnensystems gefunden hat. Viel weiß man von ihm noch nicht, er ist circa 97AU von der Sonne entfernt, hat eine Magnitude von +19 und ist bis zu 1.5 mal größer als Pluto.
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Neue Lage: 49 Tage. Im Hintergrund läuft Bloc-Party mit Positive Tension. War heute der bei der Affenhitze mit einer Heimbewohnerin im Park spazieren. Eigentlich war ich spazieren und sie ist gefahren. Alte Leute sind schon genug zu Fuß gegangen in ihrem Leben, die dürfen sich herumkutschieren lassen.
Frau Z. hat Alzheimer, es kann manchmal vorkommen, dass sie Dinge innerhalb von zehn Minuten viermal fragt. “Sind Sie verheiratet?”. “Haben Sie Kinder?”. “Leben Ihre Eltern auch noch?”. Ich kann diese Sätze bereits auswendig. Aber doch ist man nicht genervt, man hat gelernt damit umzugehen und auf jede, sich wiederholende Frage, genauso ausführlich zu antworten, wie auf die erste.
Ich kenne Frau Z’s Familie noch von früher. Ihr Urenkel ist mit mir in die Volksschule und ins Gymnasium gegangen. Ein netter Kollege und auch nette Familie. Vor gut einem Monat habe ich seine Mutter getroffen, Frau Z’s Schwiegerenkeltochter (wenn es so etwas überhaupt gibt). Ich habe ihr davon erzählt, wie es Frau Z. geht, dass sie bei mir auf der Station ist, dass sie von einer schweren Krankheit wieder genesen ist und so ist, wie früher. “Das ist doch kein Leben mehr” war der erste Antwortsatz, den ich hörte. Mir verschlug es die Sprache, ich verabschiedete mich nur mehr und suchte das Weite.
Ich konnte ihre Ansicht damals nicht verstehen. Und ich verstehe sie teilweise noch immer nicht. Ich habe gelernt, dass es für Angehörige oft schockierend sein kann, ihre geliebten Verwandten in einer völlig anderen Umgebung zu sehen. Ich bin es von Schulzeit an gewöhnt, von alten Menschen zu hören. Von ihren Missgeschicken, ihren Lebensgeschichten und ihrem Ende.
Für uns mag es kein Leben sein von anderen Menschen abhängig zu sein. Sich nicht an den Wochentag erinnern zu können, an das Jahr, in dem man geboren ist, an die Tatsache, dass seine Eltern schon lange tot sind und man schwer krank ist. Aber manche Leute kommen damit ganz gut klar, vielleicht auch wegen ihrer Krankheit. Sie sind glücklich, sie lachen gerne und freuen sich an den Dingen, die ihnen das Leben noch bietet.

Glück für die NASA, dass das Spaceshuttle Discovery es nun endlich doch ins All geschafft hat. Wobei ganz ohne Probleme war es dann ja doch nicht, wie man vor kurzem erfahren hat, dürfte sich ja wieder ein Teil des Tanks gelöst haben und eventuell Schäden angerichtet haben. Hoffentlich ist man diesmal vorsichtiger und überprüft die ganze Sache.
War heute auch das erste Mal, dass ich einen Shuttle-Start live im Fernsehen gesehen habe. Bei bisher 114 Missionen müsste es dafür ja eigentlich schon einen eigenen Kanal geben. Man sieht aber, dass diese ungeheure technische wie menschliche Leistung in den Hintergrund gerückt ist und man sich erst wieder durch so ein Unglück bewusst wird, was es eigentlich für ein Aufwand ist, Menschen und Maschinen ins All zu bringen.
Melde mich wieder zurück aus einem Wochenendkurzurlaub. 2 1/2 Tage am Neusiedlersee bei (nahezu durchgehend) schönem Wetter tun einem wirklich gut.
Was gibt’s neues bei mir? Neue Lage: 52 Tage. Dazu die endgültige Bestätigung der Fachhochschule samt Stundenplan (Freitag nächstes Semester frei!) und Studienplan. Allein schon wenn ich den lese, fange ich zu lächeln an. Die ersten benötigten Bücher sind ebenfalls schon von Amazon eingetroffen (”Mathematik für Ingenieure und Naturwissenschaftler” Band 1, 2 und Formelsammlung).
Beim schnellen Überfliegen der Seiten sind mir ein paar Dinge dann doch noch bekannt vorgekommen, beim näheren Betrachten des ersten Bandes (den ich schon früher besessen habe), bin ich sogar auf einige Dinge gestoßen, die wir so oder so ähnlich in der guten alten Schule durchgenommen haben. Wäre von Vorteil, wenn ich die Vorbereitungskurse für Mathematik besuchen könnte, nur leider geht sich das mit meinen Dienstzeiten nicht aus. Tja, heißt’s eben lernen an meinem freien Freitag.
Was ist eigentlich mit unserer Welt los?
Alte Damen werden von Halbwüchsigen beobachtet. Man wartet auf den richtigen Moment, um ihnen die Handtasche aus den Händen zu reißen, die gebrechliche Dame nieder zu stoßen und zu flüchten. Freitag Abend sieht man in fast jedem Lokal Jugendliche, die sich mit Alkohol oder anderen Drogen zudröhnen, sich die Seele aus dem Leib kotzen und das auch noch gut finden. Sie werden bewundert, gar verehrt. Sie geben sich dem Konsumrausch voll und ganz hin, wer in ihren Augen anders ist wird ignoriert und ausgeschlossen.
Aber warum sollen sie es besser machen? Ihre Väter erklären Krieg gegen Länder, deren Lage die eigene Bevölkerung nicht mal kennt. Sie unterdrücken Staaten, Bevölkerungen, Minderheiten. Sie beuten aus, schänden und töten. Menschen bomben sich in vollbesetzten Bussen in die Luft nur um einen sinnlosen Krieg weiterzuführen. Sie kennen nicht einmal den Grund dafür. Sie kein Ziel vor Augen. Außer die Vernichtung des Anderen.
Wohin soll das alles führen, wann werden wir merken, dass wir uns umsehen müssen und nur in Rücksicht auf den anderen leben können?
Eigentlich dachte ich ja, dass ich mit JavaScript nicht mehr auf Kriegsfuß stehe, aber das dürfte wohl ein riesiger Irrtum gewesen sein. Bei meinen neuesten Versuchen mit AJAX (ich verwende nun Sack von Gregory) bin ich auf einige Dinge und Verhaltensweisen des Codes gestoßen, die ich mir beim besten Willen nicht erklären kann.
Das klingt, wie wenn ich in einem Labor mit lauter Käfigen sitzen würde, wo kleine Versuchstiere ihr Dasein fristen. Versuchstier Nummer 472 hat nicht wie gewöhnlich zuerst getrunken, sondern zuerst gefressen. Wieso?. Code auf seine Verhaltensweise zu untersuchen klingt in der Tat ein wenig nach Biologie und Verhaltensforschung. Vielleicht DAS Studienfach der Zukunft? Ach, Programmieren ist doch eine Kunstform.
Dazu erinnere ich mich doch glatt an einen Post von Thomas.
Nachtrag: Ein Problem wäre gelöst, man sollte eben aufpassen, wo man seine Variablen definiert.
Normalerweise freut man sich ja über Post. Auch wenn diese keinen Absender aufweist. Und man freut sich noch deutlich mehr, wenn man einen Gegenstand ertasten kann. Da kommt Geburtstagsstimmung auf.
Da meiner allerdings schon lange vorbei ist, war’s diesmal kein Geburtstagsgeschenk sondern ein Werbegeschenk von unserem lieben Herrn Bundeskanzler. Diesmal besonders kreativ: Ein Armband - in einer Farbe, die, wie ich bisher glaubte, einer anderen Partei vorbehalten ist.
Wenn man sich zukunft.at mal näher ansieht, ist dies weniger eine Jugendplattform (für das habe ich es zuerst gehalten), sondern vielmehr eine Selbstpräsentation der jungen ÖVP-Parteimitglieder. So kann man sich beispielsweise Jugendbilder unseres Finanzministers ansehen. Was ein bisschen störend an der ganzen Sache ist, ist die ständige Kleinschreibung, anscheinend hat die ÖVP, der offizielle Betreiber der Seite, eine neue Rechtschreibung eingeführt. Nach den Ergebnissen der letzten PISA-Studie übrigens auch keine unbedingte Vorbildfunktion.
Und was mache ich jetzt mit meinem ultra-coolen Armband? Es anzulegen wäre lebensmüde und würde gegen meine politische Überzeugung verstoßen (hart ausgedrückt), vielleicht finde ich ja jemanden, der es mir auf eBay abkauft. Im Übrigen hätte ich nichts dagegen, wenn sie Live Strong Armbänder verschicken würden. Wäre wahrscheinlich billiger und hätte wenigstens eine Aussage.
Ähnlich wie Jann bin ich in letzter Zeit äußerst selten (eigentlich kaum) zum Bloggen gekommen. Bei mir lag das allerdings weniger an meiner Arbeit (die nehm ich nicht mit), sondern hatte andere Gründe, die ich eigentlich in diesem Jahr zur Genüge kennengelernt habe.
Aber ab heute lautet es wieder: I blog this!
Jamie in concert
Eines gleich vorweg: Ich kenne keinen Musiker, der rein aus seinem Klavier eine One-Man-Show machen kann. Ohne die Tasten zu benützen - versteht sich. Jamie Cullum schafft das. So ein Konzertflügel hat schließlich noch Saiten, einen Rahmen und nicht zuletzt einen Deckel. Und damit kann man, mit Hilfe von einem Recorder, wunderbare Musik machen. Funktioniert dann so, dass man nacheinander verschiedene Instrumente einspielt und man so am Ende glaubt, eine gesamte Band spiele vor einem.
Jamie beherrscht aber nicht nur das Spiel auf dem Klavier perfekt. Er kann wunderschöne Balladen (”Lover, You Should Have Come Over”) singen, oder richtig abrocken (”High And Dry”). Schlagfertig ist er ebenso (”I love you!” - “Thank you, mum!”) wie hübsch - habe ich mir von weiblichem Publikum sagen lassen.
Falls ihr mal nach Wien kommen solltet und eigentlich nicht auf Jazz steht: Nur weil wo Jazzfest draufsteht, heißt das noch lange nicht, dass da nur Jazz drinnen ist. Manche Teile des Konzerts erinnerten mich an die Red Hot Chili Peppers (”High And Dry”), manche hingegen waren wieder etwas punkiger. Was hier auch nicht unerwähnt bleiben sollte, ist Jamie’s Solo auf der Akustik Gitarre (”Liar”).
Was noch auffiel war das bunt gemischte Publikum: junge Leute, ältere Ehepaare, Leute mir Sportschuhen und Outdoorjacken, Männer in Anzügen und Frauen in Abendkleidern. Ein 23 jähriger, der das Jazzpublikum für sich gewonnen hat.
Alternative Sichtweisen
Es gibt aber auch Menschen, die so ein fantastisches Konzert völlig anders erleben: Sturz betrunken: Hätte man das anfängliche “Jamie, ich will ein Kind von dir!” vielleicht sogar bis auf die Bühne gehört, führte der letzte Versuch nach gut 1 1/2 Stunden nur noch zu leisem Gelächter der umstehenden Personen.Playlist
- These Are The Days
- Twentysomething
- Lover, You Should Have Come Over
- Wind Cries Mary
- Oh God (new)
- Liar (unreleased)
- Photograph (new)
- Everlasting Love
- All At Sear
- High And Dry
- ? (never heard before)
- Dance All Night
Photos
Fotos gibt’s natürlich auch, und wie könnte es ander sein?, findet ihr sie auf flickr.Dass es in den letzten Tagen keine Updates gegeben hat soll nicht heißen, dass ich faul in der Sonne gelegen bin und nichts getan habe (wäre bei diesem Regenwetter sowieso nicht möglich). Nein, vielmehr hab ich ein neues Spielzeug bekommen, einen HP nx8220.
Bin durch meinen Dienst noch nicht zum wirklich ausführlichen Testen gekommen, aber dafür gibt’s in meinem Flickr-Photoset ein paar Bilder. Dazu gibt’s noch eine Docking-Station, eine HP-Maus, externe Festplatte von LG, KVM-Switch und einen 5 Port Hub. Herz, was willst du mehr.
Werd also in den nächsten Tagen damit beschäftigt sein, meinen Notebook herzurichten, Daten zu überspielen und evtl. dann auch gleich meinen Desktop neu aufzusetzen.

